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LBS-Beach-Cup-Finale in Ludwigsburg: Wenn sich ein Baggerfahrer wie Zuhause fühlt - Fehlsand inklusive (VolleyNews 04-2000)

Württembergisches Finale des LBS-Beach-Cup zum zweiten Mal zu Gast in der Barockstadt

Als bereits am Mittwoch die ersten Laster anrückten, kam rechtzeitig der Sommer zurück ins Schwabenland. Die Engel wussten bereits Bescheid. Beach-Volleyball war für Sie nichts Neues mehr. Auch der Baggerfahrer kannte die Tücken des Marktplatzes und schob den Sand über die Steinplatten, als wäre es sein zweites Zuhause. Auch die Ludwigsburger Kinder kamen bereits am Mittwoch abend mit Ihrem Bagger und karten die erste Tonne Fehlsand mit nach Hause. Dass die über 600 Tonnen für die 3 Beach-Volleyballfelder dann doch reichten, war sicher der zweiten Auflage an gleichem Ort zu verdanken.

Die Meinungen über die zweite Auflage an gleichem Ort lagen im Herbst 1999 50 zu 50. Sollte eine Endrunde nicht jährlich den Standort wechseln ? Wo kann man noch so optimale Bedingungen vorfinden ? Reichen auch 2 Felder ? All diese Fragen werden nach der gelungenen Zweitauflage wohl verstummen. Es war eine runde Sache. Fehler der Erstauflage (Feldanordnung, Rahmenprogramm, Playersparty, Präsentation, Moderation) wurden ausgebügelt und neue Features konnten eingebaut werden. Kontakte zur Stadt und dem örtlichen Gewerbe bringen neue Möglichkeiten. Nicht nur deshalb träumen schon jetzt alle wieder von der dritten Auflage in Ludwigsburg.

Am Freitag morgen spielten zunächst die Schulen auf dem barocken Strand. Ich verweise hierzu auf Harald Maurers besonderen Bericht. Für alle Jugendlichen war es sicher ein Erlebnis, erstmalig in der Innenstadt Beach-Volleyball zu spielen. Am Abend durften sich dann wieder die RMB-Beach-Freestyler den Ball über die LBS-Netzkante befördern. Die über 20 Anmeldungen für die 12 Startplätze zeigen auch hier den Reiz des Marktplatzes für Freizeitsportler.

Um 8.10 Uhr am Samstag morgen war es dann soweit. 16 Damen- und 16 Herrenteams trafen sich zum Technical Meeting. Während sich der Ludwigsburger Markt füllte und die ersten Melonen über die Ladentheke gingen, freuten sich die Spieler über Shirts von Metropolis.de, welche als Welcome-Geschenk ausgegeben wurden. Herzlichen Dank an Metropolis.de. Das zweite Ahhhh kam bei der Bekanntgabe des Mittagessens für die SpielerInnen und das Ohh folgte prompt, als auch das Abendessen kostenlos für alle SpielerInnen folgte. Die Rossknechtbrauerei und die Lokalität Gaston hatten eingeladen. Auch hier vielen Dank für das Engagement.

Die gute Stimmung der Teilnehmer schwappte auch sofort auf die Zuschauer über. Sport-Moderator Steffen Kohl stellte alle Teams des Centercourts vor und das Rahmenprogramm der Showbühne bot ein abwechslungsreiches Programm. Viele Zuschauer zeigten sich sehr interessiert und studierten die Spielerportraits an der Infowand und den Spielplan. Einige gingen gar vorher Online und blätterten am Court in Ihren Unterlagen, welches unter www.vlw-beach.de heruntergeladen wurden. Andere Gäste konnten den ganzen Trubel nicht verstehen. Ist das jetzt für immer da oder spielen die nur heute?, so eine ältere Damen mit 10 Eier im Einkaufskorb.

Technischer Direktor Tom Hofmann, verantwortlich für den sportlichen Ablauf, hatte wieder alle Hände voll zu tun. Dauerten die Herrenspiele doch wieder viel zu lange. 45 Minuten pro Spiel, das ist schon sehr lange. Doch zum Glück hatten die Damen teilweise kürzere Matches.

Letztendlich setzten sich jeweils die Favoriten durch. Doch so sicher wie das Amen in der Kirche war es nicht. Die Leistungsdichte ist bei Damen wie Herren sehr hoch. Verletzungen gab es auch, doch nicht beim beachen.

Dirk Taubert etwa, humpelte mit Pferdekuss (von einem Fussballspiel) am Samstag auf den Marktplatz ein. Ich glaube, es geht, … vielleicht kann ich spielen. Danny Schnaufer machte Ihn wieder fit. Dann sollte es gehen. Gesetzt waren Taubert/Schmid nur an zwei. Die Lintner-Bothers hatten mehr DVV-Punkte. Kunz/Ziethe waren die zweiten Gegner. Doch nicht wegen Dirks Pferdekuss gewannen Dennis und Axel 15:9. Stabiler und frischer zeigten sie sich dem Publikum.

Kunz/Ziehte hatten einen Traumstart. Gewannen beide im letzten Jahr mit Markus Bechert bzw. Konrad Schmidt kein Spiel, standen Sie jetzt bereits fast im Halbfinale. Schmid/Taubert mussten dagegen den schweren Weg über den Looserpool gehen.

Diesen Weg beschritten auch Beachwart Markus Bechert mit Partner Alexander Kraft. Nach einer knappen 14:16-Niederlage gegen Kunz/Ziethe spielten sie sich bis ins Endspiel. Gelang Ihnen im laufenden Sommer nur ein Sieg gegen ein höher gesetzes Team (Heiming/Repp - Campustage), so waren sie am Sonntag nicht zu halten. Kraft/Leininger, Kern/Schmeckenbecher und auch Lintner/Lintner hatten das Nachsehen.

Die Damenkonkurrenz wurde von Heins/Schnellenberg dominiert. In keinem Spiel gaben sie mehr als 8 Punkte ab.

Bereits in der zweiten Runde kam es zur Neuauflage des letztjährigen Endspiels. Im vierten Aufeinandertreffen hatten Grau/Grenda das bessere Händchen und schlugen Seeger/Casans klar mit 15:10.

Der Weg ins Halbfinale blieb Grau/Grenda dann doch verwehrt, denn Behrman/Ugarkovic hatten einen sehr guten Tag erwischt. Ohne größere Erfolge im laufenden Sommer spielten sie jetzt wie aus einem Guß. Der Lohn: ein hervorragender 4. Platz.

Die an Zwei gesetzten Ulmerinnen Köstler/Knaus konnten in der zweiten Runde einen 5:10-Rückstand gegen Brenner/Schmitz noch aufholen und spielten sich durch Siege über Seeger/Casans bis ins Habfinale. Ein toller dritter Platz bei ersten und wohl auch nicht letzten Start im LBS-Beach-Cup-Finale.

Das kleine Finale der Herren wurde zum Krimi. Hatten die sympatischen Lintnerbrüder Christoph und Phillip doch schon haushoch geführt; doch Kunz/Ziethe gab nie auf. Selbst ein Regenschauer stecken sie weg und gewannen nach mehreren Sideouts und abgwerten Matchbällen mit 17:16. Überrascht waren sicher auch die zahlreichen Zuschauer, die dem Regen trotzten und sich unter den Arkaden und dem VLW-Banner versteckten.

Das Damenfinale war eigentlich das Traumfinale. Die ehemaligen Masters-Spielerinnen Metzger/Hofmann gegen das Top.-Duo aus Bayern - Heins/Schellenberg. Leider zogen die Bayern sofort weg, was sicher auch auf eine Muskelzerrrung von Uschi Metzger zurückzuführen war. Trotzdem gibt es am verdienten Sieg von Anne und Cornelia nicht zu rütteln.

Das Herrenfinale war die eigentliche Überraschung. Bechert/Kraft im Finale. Wer hätte das gedacht. War Markus Bechert doch mehr neben dem Feld tätig. Doch dank der zahlreichen Helfer und der runden Organisation im Vorfeld, konnte man sich aufs wesentliche - den Beach-Volleyball - konzentrieren.

Dirk und Jochen setzen Markus und Alexander sofort mit plazierten Aufschlägen unter Druck. Die Sprungaufschläge von Alexander Kraft fanden dagegen leider weniger oft das gegnerische Feld. 15:10 - für einen würdigen Württembergischen Meister 2000, auch mit Pferdekuß.

Euer
Markus Bechert
Beachwart des VLW



Partner des VLW


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