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WM 2010 (M): Prüsener: "Gute Stimmung zu machen, fällt mir nicht schwer"

Er steht im 14-er Aufgebot für die WM, hat aber bislang noch keinen einzigen WM-Einsatz absolviert: Sebastian Prüsener (28 Jahre) ist der zweite Libero im Team Deutschland und erlebte die drei Spiele in der Vorrunde von außerhalb, weil die Regel besagt, dass pro Spiel nur 12 Spieler spielberechtigt sind. Im "Interview der Woche" äußert er sich zu seiner Situation und der der DVV-Auswahl.

Sebastian Prüsener
Foto Conny Kurth: Sebastian Prüsener ist beim Betreuerstab und Mannschaft aufgrund seines Einsatzwillens und seiner guten Laune gleichermaßen beliebt.

Die Vorrunden ist vorüber, wie geht es Ihnen?
Prüsener: "So weit, sehr gut. Wir haben mit dem dritten Platz unser Ziel erreicht, und auf Sizilien lässt es sich auch aushalten."

Fühlen Sie sich so richtig bei der WM oder - hart formuliert - doch mehr als "WM-Tourist"?
Prüsener: "Ich fühle mich dazugehörig, ich mache ja alles mit. Das Einzige, was fehlt, sind die Spiele. Das ist natürlich das Wichtigste, aber ,Ferdl' (Ferdinand Tille, Anm. d. Red.) spielt bislang eine Top-WM und hat es verdient zu spielen."

Wann haben Sie erfahren, dass von den 14 Spielern immer nur zwölf spielberechtigt sind?
Prüsener: "Einen Tag vor dem ersten Spiel! Ich habe gelacht, weil mich bei der FIVB überhaupt nichts wundert. Vielleicht ändert sich das ja noch im Laufe der WM wieder..."

Hat es Sie überrascht, dass Bundestrainer Raúl Lozano auf Ferdinand Tille setzt?
Prüsener: "Eigentlich nicht. Er hat ja vergangenes Jahr schon auf ihn gesetzt, zudem habe ich in der Vorbereitung aufgrund von Krankheit drei, vier Wochen gefehlt. Insofern war es mir schon klar, dass ich als zweiter Libero mitfahre."

Wie haben Sie die drei Vorrundenspiele gegen Serbien, Polen und Kanada gesehen?
Prüsener: "Von Spiel zu Spiel haben wir uns gesteigert. Wir sind nervös gegen Serbien gestartet und haben auch eine schlechte Leistung gebracht. Gegen Polen haben wir besser gespielt, auch wenn wir knapp verloren haben. Gegen Kanada haben wir auf einem sehr guten Niveau gespielt. Aber sicherlich müssen wir noch eine Schippe drauflegen, um die zweite Runde zu überstehen."

Einmal Training am Tag, dazu noch eine Videositzung. Was macht ein Spieler bei der WM den Rest des Tages?
Prüsener: "Wenn die Kollegen es zulassen, schlafe ich auch mal gerne. Ansonsten sitzen wir häufig vor der Play-Station...Natürlich halte ich auch telefonisch oder per Email Kontakt in die Heimat."

Sie sind stets eine Frohnatur. Sehen Sie es auch als Ihre Aufgabe an, für gute Stimmung im Team zu sorgen?
Prüsener: "Ja, es ist für mich auch relativ einfach, ich kümmere mich um die Stimmung in der Mannschaft. Das ist meine momentane hauptsächliche Aufgabe neben dem Training."

Fällt das leicht in ihrer Situation?
Prüsener: "Ich möchte mich nicht selber Frohnatur nennen, aber gute Stimmung zu machen, fällt mir generell nicht schwer. Mir ist es selber wichtig, dass gute Stimmung in der Mannschaft herrscht."

Vor der WM hatten Sie noch keinen neuen Verein. Gibt es schon Neuigkeiten zu vermelden?
Prüsener: "Nein, leider nicht. Das Blöde ist natürlich, dass ich mich bisher noch nicht richtig zeigen konnte bei der WM. Ich hoffe aber, dass nach der WM der ein oder andere Verein noch auf mich zukommt."

Was ist von den Zweitrundengegner Puerto Rico und Italien zu erwarten?
Prüsener: "Puerto Rico ist für mich relativ unbekannt, sie sollen aber so schlecht nicht sein und haben gegen Russland auch nur in fünf Sätzen verloren. Dennoch müssen wir das Spiel auf jeden Fall gewinnen, und danach kann auch gegen Italien alles passieren."

Was ist das Ziel des Teams in Runde zwei?
Prüsener: "Auf jeden Fall das Weiterkommen, dabei ist es egal, ob als Erster oder Zweiter. Vorausplanen kann man eh nicht so richtig, wie man nach der ersten Runde gesehen hat... Ziel ist ganz klar, nicht Letzter zu werden in der Gruppe."

Wie sieht ihr persönliches WM-Ziel in Catania und darüber hinaus aus?
Prüsener: "Ich möchte im Training gute Leistungen zeigen und für den Notfall bereit stehen sowie weiterhin für gute Stimmung in der Mannschaft sorgen."

Quelle: DVV



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