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WM 2010 (M): DVV-Männer ganz souverän gegen Puerto Rico

Die DVV-Männer haben bei der WM in Italien einen großen Schritt in Richtung dritte Runde getan: Die Mannschaft von Bundestrainer Raúl Lozano siegte in Catania vor 2.000 Zuschauern 3:0 (25-22, 25-22, 25-18) sicher gegen Puerto Rico.

Georg Grozer gegen Puerto Rico
Foto FIVB: Eine Etage höher! Georg Grozer war der überragende Mann gegen Puerto Rico und steuerte bei einer sensationellen Erfolgsquote von 73% 24 Punkte zum Erfolg gegen Puerto Rico bei.

Gewinnt die DVV-Auswahl auch in der Partie gegen WM-Gastgeber Italien (1. Oktober um 21.00 Uhr, live bei www.sport1.de) ziehen sie als Gruppenerster nach Rom, verliert sie gegen den Gastgeber und wird Gruppenzweiter geht es ebenfalls in die italienische Hauptstadt. Punktbeste Spieler gegen Puerto Rico waren Georg Grozer (24) sowie Marcus Böhme (10) für Deutschland sowie Hector Soto (17) und Jose Rivera (11) für Puerto Rico.

Stammformation Deutschland: Patrick Steuerwald, Georg Grozer, Marcus Böhme, Max Günthör, Björn Andrae, Robert Kromm, Ferdinand Tille

Startformation Puerto Rico: Angel Perez, Hector Soto, Jose Rivera, Victor Rivera, Luis Rodriguez, Enrique Escalante, Harry Rosario

Körperlich lagen zwischen der deutschen und der puerto ricanischen Mannschaft (Volleyball-)Welten. Während bei Puerto Rico nur ein Spieler jenseits der Zweimetermarke im Kader stand (der mit 41 Jahren älteste WM-Teilnehmer Rodriguez), hatten auf deutscher Seite nur fünf Spieler nicht die Zwei vorne. Dies machte sich vor allem im Angriff deutlich bemerkbar: Vor allem Grozer ignorierte bisweilen den gegnerischen Block und punktete ein ums andere Mal. "Er war von Puerto Rico nicht zu stoppen. 24 Punkte, nur ein Fehler und eine Quote von 72% sind unglaublich", sparte Bundestrainer Raúl Lozano nicht mit Lob. Generell war die Erfolgsquote über Durchschnitt: Satte 63% der deutschen Angriffe waren erfolgreich, dabei machte es keinen Unterschied, ob die Annahme vorher gut oder schlecht war.

Der Gegner hielt mit irre schnellem Spiel über die Außenpositionen dagegen, konnte dies bei nicht perfekter Annahme aber nicht durchhalten. Und Soto, Super-Star Puerto Ricos, blieb das ganze Spiel über blass.

Lediglich das deutsche Aufschlagspiel war noch arg verbesserungsfähig. Allein im ersten Satz verfehlten neun deutsche Aufschläge das gegnerische Feld, am Ende hatte Deutschland 15 Fehlaufschläge. Andererseits waren es zwei Tischer-Aufschläge, die im zweiten Satz die Vorentscheidung brachten.

Die deutschen Spieler äußerten sich nach der Partie durchaus selbstkritisch, sprachen von einem "zähen Spiel" (Günthör, Böhme) bzw. meinten, "es wirkte lethargisch" (Tischer). Dies lag aber auch an Puerto Rico, die ganz und gar nicht emotional auftraten. am 1. Oktober wird dies gänzlich anders sein, dann dürfte die "Luft brennen", wenn es gegen Gastgeber Italien geht. "Ich freue mich darauf, deswegen spielen wir die WM", so Günthör.

Marcus Böhme
Foto FIVB: Marcus Böhme schlägt zu.

Spielfilm
1. Satz: 3-3, 5-5, 7-6 (Block Andrae), 10-8, 12-10, 16-13 (Block Günthör), 17-16, 19-17 (Schöps für Steuerwald), 21-17, 21-18 (Tischer für Grozer), 23-20 (Dünnes für Böhme), 23-21 (Böhme zurück), 24-21 (Grozer zurück), 24-22 (Steuerwald zurück)
2. Satz: 3-3, 3-5 (Schwarz für Andrae), 4-7, 8-7, 9-11, 11-11 (Block Schwarz), 13-13, 15-15 (Tischer für Steuerwald), 16-17 (Kaliberda für Kromm), 19-18, 21-18 (2x Tischer-Aufschlag), 23-19
3. Satz: 3-3, 6-4 (Ass Günthör), 6-7, 9-11, 12-12, 15-13, 17-14, 18-15 (Schöps für Tischer), 19-15, 19-16 (Steuerwald für Grozer), 23-16, 23-17 (Kaliberda für Kromm)

Jubel Deutschland gegen Puerto Rico
Foto FIVB: Jubel beim deutschen Team nach dem wichtigen Sieg gegen Puerto Rico.

Stimmen zum Spiel
Raúl Lozano: "Es war ein überzeugender Sieg, auch wenn es nicht die Leistung war, die wir zu zeigen imstande sind. Es war ein sehr spannendes Spiel, weil beide Teams unter großem Druck standen. Deswegen war die Leistung auch nicht so gut. Grozer war nicht zu stoppen, er hat 32 Punkte bei nur einem Fehler gemacht. Für das Spiel gegen Italien müssen wir uns in den Bereichen Aufschlag und Block/Abwehr steigern. Der Angriffsaufbau aus der Annahme ist in Ordnung."

Max Günthör: "Ich fand, es war ein schwieriges Spiel. Erst Mitte des ersten Satzes sind wir besser in die Partie gekommen. Anfang des zweiten Satzes haben sie uns wieder eingeschläfert. Man muss gegen Puerto Rico immer aufpassen, weil sie immer in der Lage sind, einen Satz zu gewinnen. Und dann kann die große Flatter kommen. Das ist für uns jetzt eine optimale Ausgangslage: Ich glaube, morgen haben wir eines der schönsten Spiele der WM. Gegen den Gastgeber auf Sizilien! Ich freue mich darauf, deswegen spielen wir die WM. Wir können frei aufspielen."

Patrick Steuerwald: "Puerto Rico war im Block nicht gut, das wussten wir. Dennoch hätte ich mir ein anderes Spiel gewünscht, es wirkte etwas verkrampft. Das lag aber meiner Meinung nach nicht am Druck, den hatten wir auch gegen Polen und Kanada, und da haben wir besser gespielt. Abhaken und morgen das Ganze entspannter angehen."

Marcus Böhme: "Leicht war es nicht, es war zäh. Wir haben uns schwer getan, weil wir zu viele Aufschlagfehler im ersten Satz hatten. Dann steht es nunmal lange pari-pari. Irgendwann haben wir angefangen, abzuwehren, das war der Schlüssel zum Sieg. Im Laufe des zweiten Satzes haben wir dann endlich ins Spiel gefunden."

Simon Tischer: "Es war schön, mal wieder etwas länger zu spielen. Wir waren nicht so locker, dabei sind wir die bessere Mannschaft: Wir haben eine bessere Spielanlage, wir sind athletischer. Es ist uns nicht gelungen, Vorsprünge zu erarbeiten, es wirkte lethargisch. Es war wichtig, dass wir die Stimmung auf dem Feld verbessern. Letztlich haben wir uns peu á peu durchgesetzt."

Hector Soto (Kapitän PUR): “Wir haben zu keiner Zeit unseren Rhythmus gefunden. Deutschland hat ein gewisses Niveau erreicht und über das gesamte Spiel beibehalten. Und es war ein gutes Match von ihrem Diagonalspieler."

Carlos Cardona (Trainer PUR): “Wir haben nicht das gezeigt, was wir können, auch unsere Physis war unter unserem Niveau. Wir haben Fehler gemacht, die wir sonst nicht machen. Ich hoffe, wir können uns mental davon für das nächste Spiel erholen."

Alle Infos zur WM in Italien


Quelle: DVV



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