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WM 2010 (M): Der Traum vom Halbfinale

Vor zweieinhalb Wochen standen sich Deutschland und Brasilien in aller Freundschaft in drei Vorbereitungs-Länderspielelen gegenüber, zweimal siegte die deutsche Mannschaft sensationell. Am 6. Oktober (17.00 Uhr, live bei www.sport1.de und sport1+, Live-Schalte bei sport1 in „Bundesliga aktuell) gibt es ein Wiedersehen, dann in aller Ernsthaftigkeit: Der Sieger des Duells steht im WM-Halbfinale.

Murilo (Brasilien)
Foto Conny Kurth: Ihn muss der deutsche Block stoppen: Murilo, Brasiliens bester Angreifer. In der Vorbereitung gelang dies sehr gut.

Die Wertigkeit des Spiels ist der Lohn für den bislang besten Auftritt der DVV-Männer am Tag zuvor. Gegen die Tschechische Republik zeigten Björn Andrae & Co das, wozu sie in der Lage sind: Druckvolle Aufschläge, ein sehr stabiler Angriffsaufbau und eine immer besser funktionierende Block- und Feldabwehr. Alles Faktoren, die gegen die Tschechen zum souveränen Sieg führten und gegen den Weltranglisten-1. und Titelverteidiger greifen müssen, wenn die Sensation geschafft werden soll.

Doch die Mannschaft und der Trainerstab sind sich der Chance und der eigenen Stärke bewusst. Bundestrainer Raúl Lozano meint: „Es wird ein sehr schweres Spiel gegen eines der weltbesten Teams und gegen einen großen Trainer wie Bernardinho. Aber ich glaube, dass wir schwer zu schlagen sind, wenn wir gut spielen. Wenn wir den Respekt ablegen, können wir gegen sie mithalten. Auf dem Feld sind es zwölf gegen zwölf bzw. sieben gegen sieben und wir haben gegen die Tschechische Republik unsere mannschaftliche Stärke gezeigt, denn als wir wechselten, blieb das Niveau gleich.“

Dies trifft den Kern und ist an zwei Beispielen belegbar. „Edeljoker“ und „Allzweckwaffe“ Christian Dünnes bekam von Lozano erstmals von Beginn an das Vertrauen und wurde als Mittelblocker eingesetzt. Dünnes machte seine Sache prima. Zwar gelang ihm kein direkter Blockpunkt, wohl aber entschärfte er diverse Bälle. Im Angriff hatte er eine Quote von 100% (5 von 5). Beispiel zwei betrifft die Zuspieler. Als Zuspieler Patrick Steuerwald am Ende des ersten Satzes umknickte („Ich bin Georg Grozer auf den Fuß gesprungen, es ist aber kein Problem für das Brasilien-Spiel“), wurde Simon Tischer in das „kalte Wasser“ geworfen und zeigte seine ganze Klasse mit variablem und präzisem Zuspiel.

Team Deutschland
Foto FIVB: Gemeinsam klappte es gegen Tschechien hervorragend, nur als Team geht es gegen Brasilien.

Gegen Brasilien muss alles passen. Die Brasilianer agieren bei der WM zwar bisher nicht so überzeugend wie in der jüngeren Vergangenheit, als souveräne Siege bei der World League 2009 und 2010 heraus sprangen, doch immer noch ist Brasilien der Top-Favorit. Mit Murilo haben sie den wohl komplettesten und besten Spieler der Welt in den Reihen, mit Außenangreifer Dante und Mittelblocker Rodrigao zwei weitere Weltklasse-Akteure. Aber es gibt auch Probleme: Diagonalspieler Vissotto ist ein Schatten seiner selbst, auf der Zuspielposition stand Trainer Bernardinho bislang nur Sohnemann Bruno zur Verfügung. Und der zeigte in der Partie gegen die Tschechische Republik nur eine durchwachsene Leistung. Der erstmals bei dieser WM eingesetzte erste Zuspieler Marlon leidet an einer Magen-Kolik, hat mehrere Kilogramm abgenommen und ist wohl nicht für die Dauer eines ganzen Spiels einsatzfähig.

Die Ausgangslage vor dem Spiel ist klar: Auf Brasilien lastet der Druck, die deutsche Mannschaft kann – es ist so leicht gesagt – locker drauflos spielen. Das beste deutsche WM-Ergebnis seit 1974 (4. Platz DDR) ist sicher und Andrae („Alles ist möglich für uns. Wir spielen sicher um die Plätze fünf bis acht, so können wir ohne Druck aufspielen.“) und Robert Kromm („Gegen Brasilien ist alles drin. Wir können gegen sie gewinnen, aber sie haben sich im Turnierverlauf gesteigert und haben noch eine Rechnung mit uns offen. Ich würde keinen Tipp abgeben. Wir machen uns keinen Druck, wenn Brasilien gewinnt, ist es normal. Unsere Situation ist komfortabel.“) sind einer Meinung.

Die Bilanz spricht eindeutig für den Titelverteidiger, der in Italien als zweites Team der Welt – nach Italien (1990, 1994, 1998) - den „WM-Hattrick“ (2002, 2006 und 2010) schaffen will. Als erstes Team kann dies die deutsche Mannschaft verhindern und wie sagte Christian Dünnes so schön nach dem Tschechien-Spiel: "Jetzt haben wir noch drei Spiele, davon wollen wir das eine oder andere noch gewinnen. Am besten schon das nächste, das macht gleich vier Plätze aus…"

Alle Infos zur WM in Italien

Quelle: DVV



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