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WM 2010 (M): DVV-Männer scheitern klar

Die DVV-Männer haben den Traum von einer WM-Medaille ausgeträumt und spielen bei der WM in Italien um die Plätze fünf bis acht: Im entscheidenden Drittrundenspiel um den Einzug ins Halbfinale unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Raúl Lozano dem Titelverteidiger und Weltranglisten-1. Brasilien vor 2.000 Zuschauern in Rom 0:3 (17-25, 20-25, 19-25).

Björn Andrae
Foto FIVB: Auch Kapitän Björn Andrae fand gegen die Brasilianer kein Mittel.

Dabei konnte das Team zu keiner Zeit an den starken Auftritt gegen die Tschechen anknüpfen. Dies ist dennoch die beste WM-Platzierung seit 1974, als die DDR den vierten Platz belegte. Die bislang einzige WM-Medaille gewannen 1970 die DDR-Männer, damals holte die Mannschaft von Herbert Jenter sensationell den Titel. Punktbeste Spieler gegen Brasilien waren Jochenb Schöps (10) sowie Christian Dünnes und Robert Kromm (6) für Deutschland sowie Murilo (13) für Brasilien. Im Überkreuzvergleich der Platzierungsrunde trifft die deutsche Mannschaft am 8. Oktober voraussichtlich auf Olympiasieger USA.

Stammformation Deutschland: Simon Tischer, Georg Grozer, Marcus Böhme, Christian Dünnes, Björn Andrae, Robert Kromm, Ferdinand Tille
Startformation Brasilien: Bruno, Vissotto, Lucas, Rodrigao, Murilo, Dante, Mario

Ein Fax von DVV-Präsident Werner von Moltke („Die Volleyball-Familie ist jetzt schon stolz auf euch“) sowie ein Abklatschen von Lozano mit jedem deutschen Spieler verdeutlichte die Wichtigkeit dieser Partie. Auch die deutschen Spieler wussten um deren Bedeutung und dies lähmte wohl die Beine und Arme. Denn in der Partie wollte nichts klappen, was gegen die Tschechen noch funktioniert hatte. Die Angriffsquote lag in den ersten beiden Sätzen bei 37 bzw. 39%, ein Ball wurde bis dahin geblockt. Am Ende wies die Statistik vor allem im Angriff und Aufschlag eine klare Überlegenheit des Weltmeisters aus: 51% der Bälle versenkten die Brasilianer, die Deutschen nur deren 41%. Und im Aufschlag servierten die Südamerikaner fünf direkte Aufschlagpunkte bei nur elf Fehlern, während das deutsche Team ein Ass bei zwölf Fehlern gelang.

Spielfilm
1. Satz: 1-3, 4-6, 4-8, 6-12 (Kaliberda für Kromm), 8-14, 9-16, 10-16 (Schöps für Tischer), 10-17 (Steuerwald für Grozer), 12-20, 14-21 (Tischer/Grozer zurück), 16-23 (Kromm zurück)
2. Satz: 3-3, 5-7, 8-11, 10-11, 12-14 (Günthör für Böhme), 14-16, 16-18 (Steuerwald für Tischer), 16-20, 17-22 (Schwarz für Andrae), 19-22, 20-24
3. Satz: 2-4, 3-7, 5-10, 7-10, 7-11 (Schwarz für Andrae), 9-11, 13-15, 14-18, 16-18, 16-20, 18-21 (Grozer für Steuerwald), 20-23

deutscher Block gegen BRA
Foto FIVB: Der deutsche Block funktionierte längst nicht so wie gewünscht.

Stimmen zum Spiel
Raul Lozano: „Heute war nicht unser bestes Spiel, da wir Probleme in der Annahme hatten und somit wenig Angriffsalternativen. Wir haben gegen Brasilien einige Male in der Vergangenheit gespielt, aber es ist etwas völlig anderes, bei einer WM gegen sie zu spielen. Wir lernen von der Niederlage. Es war nicht die Angst, die uns hat verlieren lassen, sondern technische Fehler.“

Björn Andrae: „Wir haben heute nicht unsere beste Leistung gezeigt. Brasilien hat gut gespielt, das Spiel dominiert und uns keine Chance gegeben, in das Spiel zu finden. Es ist schwer, gegen eine erfahrene Mannschaft wie Brasilien zu spielen, aber wir werden aus dieser Niederlage lernen. Wir sind ein junges Team.“

Giba: „Wir haben sehr gut gespielt und waren technisch sehr präzise. Wir haben Deutschland in vielen Videos beobachtet, so waren wir gut auf sie vorbereitet.“

Bernardinho: „Ich möchte Raul Lozano gratulieren. Sein Team ist neu und jung, und es war wahrscheinlich ziemlich nervös in diesem Spiel. Wir hatten das Spiel unter Kontrolle, jetzt werden wir entspannen und über das nächste Spiel nachdenken.“

Patrick Steuerwald: "Brasilien hat gut aufgeschlagen. Wir hatten unsere Chancen, aber wenn man ständig hohe Bälle spielen muss, wird es schwer. Vielleicht hat auch die Frische gefehlt. Eigentlich hatten wir heute keinen Druck, ich weiß auch nicht, warum wir so gespielt haben. Man muss es realistisch betrachten: Man hat gegen Brasilien verloren, die heute deutlich besser waren als wir."

Christian Dünnes: "Brasilien war besser, vor allem im Komplex Aufschlag/Annahme. Wir waren ständig unter Druck und konnten nicht zum Spiel finden. Das war der Hauptschlüssel. Wir waren heute bei 98%, aber auch 100% hätten heute nicht gereicht.“

Jochen Schöps: „Es war schwer, in den Rhythmus zu kommen. Speziell mit ihrem Aufschlag haben sie uns vor große Probleme gestellt. Wir sind immer hinterher gerannt und haben es nicht geschafft, sie einzuholen. Der Sieg, den wir in Heidelberg gelandet hatten, hat den Druck auf uns erhöht. Wir wussten, dass wir gegen sie gewinnen können. Die Enttäuschung ist sehr groß, aber eher deswegen, weil wir nicht das gespielt haben, was wir können.“

Quelle: DVV



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