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WM 2010 (F): Ein bisschen ‚Lost in Translation’

Sich als Europäer in Japan, speziell in Tokio zu recht zu finden, ist nicht unbedingt einfach. Vom Linksverkehr angefangen bis hin zu der Bedienung von elektrischen Geräten ist die Palette der Dinge groß, an die man sich gewöhnen muss.

WM in Tokio
Foto DVV: Ob auf großen Videowände in der Innenstadt, Hochhaus-Plakaten oder Postern in der S- und U-Bahn – die WM wird überall in Tokio beworben

Während man in Deutschland davon ausgehen kann, dass beim drücken eines Schalters – der danach ein grünes Licht zeigt – das Gerät laufen sollte, ist dies in Japan nicht so. So dauert es ein gewisse Zeit und auch ein paar kleine Ärgernisse, bis man verstanden hat, dass ein grünes Signal ‚aus’ und das rote Signal hingegen ‚an’ bedeutet. „Ich verstehe nicht warum es hier so warm ist, ich habe die Klimaanlage doch angemacht, der Schalter leuchtet grün“, ist eine von vielen Erfahrungen in dieser Hinsicht.

Ein anderes Erlebnis ist das fahren mit der S- und U-Bahn quer durch Tokio. Dies kann nicht nur Stunden dauern, vom einen Ende der 8,5-Millionen-Einwohner Stadt zum anderen, schon der Kauf der Tickets wird für Japan-Newcomer zum Abendteuer. An den Automaten, die es in Japan für jede Angelegenheit gibt, wählt man keinen Zielort aus, sondern eine Bahn-Linie und danach einen Fahrpreis. Für Novizen der japanischen, öffentlichen Verkehrsmittel eine kleines Lotteriespiel - da auch nicht jeder Automat viele englische Informationen bereit hält - nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig für die Fahrt zu bezahlen. Die Konsequenzen seiner Preiswahl erfährt man nämlich, wenn man nach der Fahrt den Zielbahnhof wieder verlassen will. Dort muss man sein Ticket in ein Schrankensystem eingeben, hat man ausreichend gezahlt darf man passieren, wenn nicht, schließt sich die Schranke vor einem und ein netter Japaner in Uniform bitte zu einer Nachzahlung – meistens auf japanisch.

Hat man es dann in einen der vielen Zentren von Tokio geschafft, wird man erst einmal von asiatischen-amerikanischen Mischung erschlagen. Hochhäuser, großen Shoppingcenter, überall riesige Werbeplakate und Videowände – auch für die anstehende Volleyball-WM. Zumeist erscheint die Werbung auf Japanisch – manchmal auf Englisch - aber immer sehr bunt, schrill, teilweise mit einer unüberhörbaren akustischen Unterstützung. Apropos Akustik: Nahezu vor jedem Geschäft oder Restaurant steht ein Angestellter, der mit bunten Tafeln oder Flyern, aber auf jeden Fall mit lauter Stimme die Angebote seines Ladens anpreist. Wenn man Glück hat werden die Werbebotschaften nur gerufen, wenn man Pech hat werden aber auch Mikrophone mit Boxen oder elektrische Megafone zur Unterstützung herangezogen. So kann man in den Einkaufsstraßen einen akustischen Marathon durchlaufen.

Aber auch die Optik bietet in Tokio einiges, allein schon was die Japanerinnen und Japaner direkt angeht. Während die meisten Personen sich sehr stilvoll und elegant kleiden - die Männer im Anzug, die Frauen mit Bluse und Rock – bricht eine Minderheit der Bevölkerung mit diesem Kleidungsstil, das aber dann gewaltig! Ein bisschen wie die Werbung in den Zentren, ist von den Haaren, über die Kleidung bis hin zu den Schuhen alles sehr bunt, schrill, immer mit dem Hang zum außergewöhnlichen und mit dem Ziel aufzufallen. Für Europäer ein ganz neuer Anblick, den man wohl auch als ‚jugendlichen Comicstill’ beschreiben könnte.

Egal welche Typ Japaner einem bei den Ausflügen in eine der Zentren begegnet, man trifft auf jeden Fall sehr viele Einwohner. Im dem dichten Gedränge durch die Straße und Gassen Tokios ist es dann nicht immer einfach sich zu recht zu finden – eben ‚Lost in Translation’! Einen Vorteil hat man dann als europäischer Volleyballer zu meist doch: Man kann das Geschehen aus einer etwas erhöhten Position betrachten und somit gut überblicken.

Neue Bilder zur WM – aus deutscher Sicht – gibt es auf der Facebook-‚Volleyball Team Deutschland’-Seite zu sehen


Quelle: DVV



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