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Bundespokal Süd: Wertvolle Erfahrungen und eine Silbermedaille

Mit einem starken zweiten Platz kehrte der VLW-Kader am Sonntagabend vom Bundespokal Süd in Neutraubling zurück. Von Freitagmittag bis Sonntag waren hier die Nachwuchsspieler aus dem Süden der Republik im Einsatz und maßen Können, Kräfte und Nerven.

In Württemberg (und nicht nur hier) wurden wieder die Sporttaschen gepackt. Die Kaderspieler des Jahrgangs 1995/96 bereiteten sich auf die angenehm kurze Reise ins Nachbar-Bundesland vor, wo der regionale Bundespokal Süd U16 (m) ausgetragen wurde.

Vorrunde am Freitag

Die VLW-Jungs hatten in der Vorrunde am Freitagnachmittag die Teams aus Nordbaden und Hessen als Gruppengegner. Das erste Spiel des Turniers gegen Nordbaden konnte recht problemlos mit 2:0 (25:9/25:20) gewonnen werden, da wartete mit Hessen im nächsten Spiel ein deutlich schwerer Brocken. Leider gelang es der VLW-Auswahl nur selten, die vorab besprochene Strategie umzusetzen und die eigenen Fähigkeiten aufs Spielfeld zu bringen. Man spielte zwar mit, aber das allein reicht selten für einen Sieg. Die nach wie vor bei einigen Jungs vorherrschende Nervosität tat ihr übriges und so ging der Satz mit 0:2 (20:25/10/25) an die Konkurrenz aus Hessen. Der Turnier(nachmit)tag 1 endete somit mit einem Sieg und einer Niederlage durchwachsen, aber es standen alle Möglichkeiten offen.

2. Turniertag mit Steigerung

Samstag, Turniertag 2, begann für die VLW-Jungs mit dem Spiel gegen Thüringen um die Qualifikation für die Zwischenrunde. Es sollten nach dem Wunsch von Trainer Andreas Elsäßer die Weichen gestellt werden für den weiteren Turnierverlauf, um möglichst weit vorne mitspielen zu können. Entsprechend motiviert und auch ein wenig um Wiedergutmachung bemüht spielten die VLW-Jungs zwei gute Sätze, in denen einiges wesentlich besser lief als noch am Vortag und gewannen 2:0 (25:13/25:12).
Das nächste Spiel wurde dann ein erster Höhepunkt. Die Auswahl des Gastgeber-Bundeslandes Bayern und damit der allseits hochgehandelte Favorit auf den Turniersieg bedeutete eine große Herausforderung. Wie erwartet spielte Bayern stark auf und hatte im ersten Satz wenig, im zweiten aber schon wesentlich mehr Mühe, das Spiel zu gewinnen (25:13/25:22). Die VLW-Jungs deuteten hier an, dass Bayern zu schlagen ist, wenn die eigene Leistung auf einem hohen Niveau ist.
Entscheidend war nun die dritte Begegnung des Tages für die VLW-Jungs gegen Rheinland-Pfalz. Um noch Chancen auf das Halbfinale und damit eine der begehrten Medaillen zu haben, musste unbedingt ein Sieg her. Dies war natürlich beiden Teams bewusst, und es entwickelte sich ein enges Spiel im ersten Satz mit dem besseren Ende für die Gegner (26:28). Die eigene gute Leistung hatte die Württemberger aber ehrgeizig und zuversichtlich gemacht, was sich in einem druckvollen Spiel und einem deutlichen Satzgewinn niederschlug (25:14). Es war also ein Entscheidungssatz nötig, welcher wieder spannend und auf Augenhöhe stattfand. Das glücklichere Ende hatten die VLW-Jungs für sich: 16:14.
Nach diesen harten und erfolgreichen Kämpfen hatten die Spieler sich das leckere Abendessen redlich verdient. Eine lange Nachtruhe sorgte dafür, dass der Sonntag nochmals mit hohem Leistungsniveau angegangen werden konnte.

Halbfinaleinzug und Finale gegen Bayern

Der Halbfinaleinzug hing davon ab, ob Bayern gegen Rheinland-Pfalz im ersten Spiel des Sonntags gewinnen würde. In einem spannenden Spiel setzte sich Bayern letztlich mit 2:1 durch. Der VLW-Kader stand im Halbfinale!
Selbst eingreifen durften die VLW-Jungs dann gegen das Team aus Sachsen. Beeindruckend durch großgewachsene Spieler und gute Spielfähigkeit war dies erneut eine hohe Hürde, die der VLW allerdings hoch motiviert anging. Die Aufstellung des erfolgreichen Spiels am Ende des Samstags brachte Sicherheit, die (Aufschlag-)Strategie wurde umgesetzt und Sachsen musste erkennen, dass die VLW-Jungs gewillt waren, das Unmögliche möglich zu machen: Mit 25:20 und 25:16 gelang der Finaleinzug!

Nach angemessenem Jubel, einer stärkenden kleinen Mahlzeit und einer Pause war dann großer Showdown auf dem Großfeld. Wie erwartet war Bayern der Gegner.
Zu Beginn des Spiels war den VLW-Jungs die Nervosität deutlich anzumerken, die Bayern schienen hier mental stärker und ruhiger. Aber die Württemberger stellten sich immer besser der Herausforderung, legten die Nervosität ab und konnten den ersten Satz absolut offen gestalten. Es war ein Hin und Her, die Nerven der Trainer und Zuschauer wurden immer wieder auf die Probe gestellt. Am Gewinn des ersten Satzes schnuppernd waren dann aber individuelle Fehler diesem Erfolg im Wege. Bayern gewann auch mit dem Glück des Tüchtigen 23:25. Später sollte die Frage „Was wäre wenn….?“ noch öfter gestellt werden.
So war der Start in den zweiten Satz noch von der Enttäuschung über den Satzverlust geprägt, Bayern nutzte das konzentriert und abgeklärt. Zwar waren auch im zweiten Satz immer wieder Phasen, in denen das Können der VLW-Jungs aufblitzte, aber letztlich war den Bayern der Finalsieg nicht mehr zu nehmen. Mit 17:25 ging auch der zweite Satz und damit das Spiel und der Pokalsieg an die Gastgeber.

Resumee

Was also nehmen die Württemberger aus dem Turnier mit? Neben einer verdienten Silbermedaille, auf die die Jungs sehr stolz sein können, sind die Eindrücke des Turniers ermutigend. Nach einem durchwachsenen ersten Turniertag und einer Steigerung am zweiten Tag war am dritten und entscheidenden Turniertag eine nochmalige Steigerung der Leistung auszumachen. Der Block funktionierte gut, das Zuspiel war über weite Strecken sehr ordentlich. Die Annahmeleistung war im Finale der Knackpunkt und wird sicherlich weiter verbessert werden müssen, damit der Angriffskomplex noch besser wird.
Dass die Jungs aber erkannt haben, dass sie mit jedem Gegner mithalten können, wenn sie ihr eigenes Leistungsvermögen ausschöpfen, ist ebenfalls eine sehr wertvolle Erfahrung. Bleibt die Frage, was wäre passiert, wenn der erste Satz des Finales anders ausgegangen wäre … ?

Großes Highlight am Ende des Turniers: Acht VLW-Jungs wurden zur Bundeskadersichtung nach Kienbaum eingeladen:
Jakob Günthör
Marvin Faas
Jannis Hopf
Jan Jalowetzki
Moritz Angele
Heiko Figgemeier
Luca Wanek
Steffen Haußmann

Außerdem spielten für den VLW:
Manuel Diemer, Jakob Elsässer, Manuel Harms und Sebastian Spägele.

Stefan Krejci



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