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Bundesliga: Häfler entscheiden Schwaben-Derby für sich

Hand auf's Herz - man hatte es nicht anders erwartet. Klassenprimus VfB Friedrichshafen siegte beim Schwaben-Derby in Tübingen gegen Ligakonkurrent EnBW TV Rottenburg. Mit 3:0 (25:18, 25:16, 28:26)setzten die Häfler ihre Serie fort. Lediglich im 3.Satz gelang es den Bischofstättern beinahe, dem Gegner einen Satzgewinn abzuringen.




EnBW TV Rottenburg:
Rottenburg scheitert denkbar knapp am Satzgewinn gegen den Meister

„Wir haben nichts zu verlieren und können befreit aufspielen“ sagte Rottenburgs Coach Müller-Angstenberger vor dem Schwaben-Derby gegen das „Schwergewicht“ VfB Friedrichshafen. Gleich im ersten Satz schienen seine Jungs dies auch prima umzusetzen, denn der Gastgeber erwischte seinen Gegner offenbar auf dem falschen Fuß und übernahm zunächst mit dem druckvolleren Spiel und weniger Fehlern die Führung. Lange ließ sich diese jedoch nicht verteidigen, bereits beim 4:4 war der VfB wieder dran, der danach das Heft in die Hand nahm. Vor allem die Aufschläge von Friedrichshafens Kapitän Joao José brachten den Meister mit 10:6 nach vorn. Dennoch ließ sich der EnBW TVR nicht abschütteln und blieb bis auf drei Punkten dran. In der Endphase von Satz 1 ließen die Häfler jedoch nichts mehr anbrennen und sicherten sich mit dem konsequenteren Angriffsspiel und der besser organisierten Abwehr den 25:18 Satzgewinn.

Wesentlich stärker eröffneten die Gäste den zweiten Durchgang, wo sie zur ersten technischen Auszeit dank variablerem Angriffsspiel und größerer Duschschlagskraft bereits mit 8:3 in Front lagen. Zwar gelangen den Rottenburgern immer wieder spektakuläre Abwehraktionen, jedoch konnte der eigene Angriff dann zu selten in Punkte verwandelt werden. Ungefährdet zog der VfB seine Bahnen, leistete sich jedoch vor allem im Aufschlag insgesamt zu viele Fehler. Am deutlichen 25:16 Satzergebnis für Friedrichshafen änderte dies jedoch nichts.

Nach der zehn-Minuten Pause präsentierten sich die Bischofsstädter dann in einem ganz anderen Aufzug. Zwar lag man zunächst mit 0:3 zurück, zeigte sich jedoch davon nicht beeindruckt. Zweimal setzte sich Diagonalspieler Falko Steinke gegen den „Häfler“ Block durch, ein verschlagener Angriff brachte dann den 3:3 Ausgleich und die Gastgeber so richtig in Fahrt. Mit weitaus weniger Eigenfehler und die stärkeren Aktionen am Netz ging es beim 8:5 für den EnBW TVR in die Auszeit. Diese Führung verteidigte man mit lautstarker Unterstützung von den gut 2000 Zuschauern und profitierte dabei immer wieder von Schwächen im Friedrichshafener Spiel. Erst eine Aufschlagserie von Milos Vermic brachte den 14:14 Ausgleich. Danach schien es, als habe der VfB sein Pulver verschossen, zu viele Angriffe landeten im Aus, einen langen umkämpften Ballwechsel beendete Matthias Pompe zum
19:15 und zwang VfB-Co-Trainer Ulf Quell zu seiner zweiten Auszeit. Aber auch diese verpuffte mit der 21:16 Führung der Rottenburger, die Überraschung lag in der Luft. Danach allerdings schaltete das Team vom Bodensee einen Gang höher und holte zum 22:22 auf und bescherten den begeisterten Zuschauern ein Herzschlagfinale. Am Ende waren es dann zwei kleine Fehler, die die Überraschung verhinderten und dem VfB per 28:26 den dritten Satzgewinn bescherten.

Trotz der Niederlage war Rottenburgs Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger nach Spielende zufrieden mit der Leistung seines Teams; vor allem im dritten Satz. „Es ist schade, dass wir den dritten Satz nicht geholt haben. Wir haben taktische Antworten gefunden, den Gegner unter Druck gesetzt und hatten es selbst in der Hand. Dann aber kamen die Fehler und vielleicht auch die Angst gegen den deutschen Meister einen Satz zu gewinnen.“ Ebenfalls zufrieden mit dem Ergebnis war Friedrichshafens Co-Trainer Ulf Quell, der den gesperrten Stelian Moculescu vertrat. „Mitte des zweiten und im dritten Satz habe ich die jüngeren Spielern, die nicht so oft zum Zug kommen, eingesetzt und sie haben ihre Sache bravourös gelöst.“

(PM/TVR)




VfB Friedrichshafen:
Im Schwaben-Derby die Nerven behalten

Das war der vierte Streich: Die Volleyballer des VfB Friedrichshafen haben auch im Schwabenderby gegen den EnBW TV Rottenburg keinen Satz abgeben. Am Ende siegte der Deutsche Meister mit 3:0 (25:18, 25:16, 28:26) und bleibt damit neben Tabellenführer SCC Berlin das einzig ungeschlagene Team der Bundesliga

Da waren es nur noch zwei: Neben Tabellenführer SCC Berlin ist der VfB Friedrichshafen die einzige ungeschlagene Mannschaft der Volleyball-Bundesliga. Auch im Schwabenderby gegen den EnBW TV Rottenburg ließ der Meister nichts anbrennen, siegte verdient mit 3:0 (25:18, 25:16, 28:26) und bleibt damit im Klassement an zweiter Position. Lediglich im dritten Durchgang mussten sich die Häfler etwas strecken, bis der vierte Dreisatz-Erfolg in Serie unter Dach und Fach gebracht war.

„Wir haben zwei Sätze dominiert und hatten nur im dritten ein paar Probleme", sagte Co-Trainer Ulf Quell, der Cheftrainer Stelian Moculescu in Tübingen zum letzten Mal aufgrund dessen Sperre vertrat. „Die zehnminütige Pause hat uns nicht gut getan. Kompliment an die Mannschaft, wie sie das Ding noch einmal gedreht hat."

Der 41-Jährige bewies in der Tübinger Paul-Horn-Arena ein wahrlich goldenes Händchen. Im zweiten Satz schickte er für Jeroen Trommel Neuzugang Milos Vemic in die Partie. Kurz darauf brachte er Lukas Bauer für Marcus Böhme. „Ich freue mich für die Beiden. Sie haben ihre Sache richtig gut gemacht", lobte Quell. „Sie kommen ja sonst nicht so oft zum Zug."

Außenangreifer Vemic feierte damit eine erfolgreiche Premiere im VfB- Trikot freute sich nach dem Sieg wie ein kleines Kind. „Ich bin sehr stolz, dass ich spielen durfte", sagte er. „Wichtiger für mich ist jedoch, dass wir als Mannschaft im dritten Satz gut gekämpft und den Rückstand noch umgebogen haben."

Verbogen hatte sich auch Kapitän José am Netz - und zwar in der Luft. Gegen seine Schnellangriffe fanden die Rottenburger kein Gegenmittel. Mit 16 Zählern avancierte der Mittelblocker sogar zum besten Punktesammler und wurde zusammen mit Matthias Pompe zum wertvollsten Spieler der Partie gekürt.

Sowohl im ersten als auch im zweiten Abschnitt setze Friedrichshafen die Akzente und dominierte das Spielgeschehen fast nach Belieben. Angetrieben von Diagonalangreifer Falko Steinke und den 2.000 frenetischen Zuschauern aber stemmten sich die Hausherren dann noch einmal mit aller Macht gegen die drohende Niederlage. Mit 14:16 und 16:21 lag der VfB bereits im Hintertreffen, ehe Kapitän José den Satz mit einer Aufschlagserie drehte. „So ist das im Volleyball", philosophierte Außenangreifer Freddie Winters. „Mal hast Du ein Hoch und mal ein Tief. Aber die Hauptsache ist, dass wir gewonnen haben.“

(PM/VfB)



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