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Champions League: In Polen nichts zu holen

Ohne Punkte kehrt der VfB Friedrichshafen vom dritten Vorrundenspiel der 2011 CEV Champions League gegen PGE Skra Belchatow (Polen) zurück. Vor der grandiosen Kulisse von 11.327 Zuschauern in der Atlas Arena in Lodz unterlag der deutsche dem polnischen Meister in 77 Spielminuten mit 0:3 (22:25, 21:25, 21:25)

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Vom Belchatow-Block gestoppt: Jeroen Trommel vom VfB Friedrichshafen (Foto: Conny Kurth)

Als die Partie vorbei war, musste sich Stelian Moculescu erst einmal sammeln. Eine ganze Weile stand der Trainer des VfB Friedrichshafen am Rande des Spielfelds, richtete den Blick in die Weiten der Atlas Arena und nahm dann neben Co-Trainer Ulf Quell Platz. Es war ein schmerzvoller Moment. Mit 0:3 (22:25, 21:25, 21:25) hatte der VfB gerade gegen PGE Skra Belchatow (Polen) verloren und damit die zweite Niederlage im dritten Vorrundenspiel im Pool D der 2011 CEV Champions League hinnehmen müssen.

„Belchatow war heute in allen Teilen des Spiels etwas besser“, sagte Moculescu. „Ich denke, dass wir nicht so schlecht gespielt haben. Aber leider haben wir unsere Chancen nicht genutzt.“ Enttäuscht, aber gefasst urteilte VfB-Kapitän Joao José: „Wir haben es nicht geschafft, unsere Taktik wie geplant umzusetzen. Im Grunde genommen sind wir nie ins Spiel gekommen.“

Vor der phantastischen Kulisse von 11.327 Zuschauern, die die Arena von Lodz in einen gigantischen Volleyballtempel verwandelten, war den Gastgebern von Anfang an der unbedingte Wille anzumerken, Friedrichshafen endlich einmal in die Knie zu zwingen. In zwei Champions-League-Spielen sowie zwei Freundschaftsspielen war Belchatow während der vergangenen beiden Jahre nicht über einen einzigen Satzgewinn hinausgekommen.

„Wir hatten schon Angst, dass wir einen Friedrichshafen-Komplex entwickeln“, sagte Belchatows Trainer Jacek Nawrocki. „Umso glücklicher sind wir jetzt, dass wir gewonnen haben.“ Insbesondere im Aufschlag und im Angriff machte der sechsfache polnische Champion mehr Druck als die Häfler. „Wir wussten, dass es uns ein guter Service einfacher macht“, sagte Kapitän Mariusz Wlazly, mit 15 Zählern zugleich punktbester Spieler der Partie. „Diese Rechnung ist voll aufgegangen.“

Auf der anderen Seite agierten die Häfler nicht so selbstbewusst wie gewohnt. „Es fühlt sich an, als ob wir überhaupt nicht richtig gespielt haben“, sagte Außenangreifer Jeroen Trommel. „Wir haben unsere Stärken nicht gezeigt.“ Nicht genug Mut und Risikobereitschaft bemängelte der mit 230 Länderspielen für die Niederlande erfahrenste Akteur im VfB-Team. „Ich habe schon so viele von diesen Spielen erlebt, in denen du gegen bessere Teams spielst und es ist immer das Gleiche. Man hat nur dann eine Chance, wenn man mit Risiko spielt.“

Nach der zweiten Niederlage im dritten Spiel rangiert Friedrichshafen mit vier Zählern auf dem dritten Platz in der Gruppe D. Erster ist Belchatow mit neun Punkten und Zweiter Trentino BetClic (Italien) mit fünf Punkten. Letzter und noch ohne Punkterfolg ist Remat Zalau (Rumänien). Für die zweite Runde der Champions League qualifizieren sich die Erst- und Zweitplatzierten sowie der beste Dritte aller sechs Vorrunden.

Bereits am Sonntag (12. Dezember, 16.30 Uhr) kommt es in der ZF Arena zum Vorrunden-Rückspiel zwischen Friedrichshafen und Belchatow. „Wir dürfen keine Angst haben und müssen es genießen, zu spielen“, sagt Trommel. „Dieses Mal spielt nicht Belchatow vor 10.000 polnischen, sondern wir vor 4.000 deutschen Fans. Alle sollen kommen. Denn wir werden jede Unterstützung brauchen.“

PM/VfB



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