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DVV-Pokal: Aus für württembergische Volleyballer

Es war kein gutes Jahresende für den VfB Friedrichshafen: Am 30.12.2009 verloren die Häfler das Halbfinale gegen evivo Düren. Mit 1:3 schied der 10-fache Pokalsieger zum zweiten Mal in Folge aus. „So etwas habe ich lange nicht gesehen. Gegen acht Leute kannst du einfach nicht gewinnen", resümierte Stelian Moculescu nach dem Spiel verärgert. Auch die Rottenburger mussten sich im Halbfinale gegen Generali Haching geschlagen geben - dennoch war Manager Papenheim zufrieden: "Es war ein würdiger Abschluss."



Halbfinale 1:
evivo Düren - VfB Friedrichshafen 3:1 (25:22, 14:25, 25:16, 25:22)


Ein verhexter Tag

Das Endspiel im DVV-Pokal 2010 findet wie in der vergangenen Saison ohne den VfB Friedrichshafen statt. Mit 1:3 (22:25, 25:14, 16:25, 22:25) verlor der deutsche Meister und zehnfache DVV-Pokalsieger das Halbfinale gegen evivo Düren. „Es war mein großer Wunsch, ins Finale einzuziehen“, sagte Georg Grozer den Tränen nahe. „Und es hat wieder nicht geklappt.“

Vor 3.000 Zuschauern, die die Arena Kreis Düren in ein Tollhaus verwandelten, stemmten sich Häfler vergebens gegen einen mit vollem Einsatz spielenden Gastgeber, der in Diagonalangreifer Christian Dünnes seinen besten und zugleich erfolgreichsten Akteur hatte. 26 Punkte gingen auf das Konto des 2,07 Meter Hünen – sechs mehr als Friedrichshafens Georg Grozer. „Er war heute einfach nicht aufzuhalten“, sagte Grozer. „Gratulation, er hat super gespielt.“

Die Schmetterkünstler aus dem Schwäbischen aber bekamen es nicht nur mit einem exzellent aufgelegten Gegner zu tun, sondern auch mit dem Schiedsrichterduo Gunnar Seiler und Ansgar Kuhr, die dem Spiel auf unliebsame Weise seinen Stempel aufdrückte. Unzählige Fehlentscheidungen gingen auf das Konto des Gespanns. Auch der Matchball, bei dem Dürens Nicolai Kracht einen Angriff Grozers eigentlich knapp einen halben Meter ins Aus geblockt hatte. Seiler und Kuhr allerdings entschieden anders und beendeten die Begegnung.

„Das ist unglaublich und du kannst nichts machen“, ärgerte sich VfB- Trainer Stelian Moculescu. „So etwas habe ich lange nicht gesehen.
Gegen acht Leute kannst du einfach nicht gewinnen. Entweder ist es Unvermögen oder es ist Masche.“ Nach dem Schlusspfiff war der Häfler Meistermacher, der im dritten Satz eine Gelbe Karte einstecken musste, kaum zu bremsen. „Es ist nicht nachzuvollziehen, dass solche Schiedsrichter für so ein wichtiges Spiel eingeteilt werden“, so Moculescu. „Von uns werden Höchstleistungen verlangt. Von ihnen verlangen wir dies auch. Heute war das einfach eine Frechheit.“

Im Pokalfinale am 7. März im Gerry-Weber-Stadion stehen sich nun Düren und Titelverteidiger Generali Haching, der sich mit 3:0 gegen den EnBW TV Rottenburg durchsetzte, gegenüber. Die Rheinländer können wie bereits 2008 nach der bronzenenen Trophäe greifen und zudem für sich in Anspruch nehmen, Friedrichshafen die erste Niederlage in dieser Saison beigebracht zu haben. „Düren war gut, wir nicht“, so Moculescu.
„Es gibt Tage, an denen soll es einfach nicht sein.“

(PM/VfB)



Halbfinale 2:
Generali Haching - EnBW TV Rottenburg 3:0 (25:18, 25:21, 25:18)


"Kein Wunder von Haching", aber auch kein blaues Wunder

Am Mittwochabend stand zum Jahresabschluss ein wahrer Höhepunkt für die Bischofstädter auf dem Programm. Bei Generali Haching, dem amtierenden Pokalsieger, bestritt der EnBW TVR sein Halbfinale im Deutschen Pokal. Aus dem "Wunder von Haching" wurde schlussendlich nichts, der Favorit setzte sich in drei Sätzen (25:18, 25:21, 25:18) vor ausverkaufter Halle durch. Die Rottenburger erlebten aber auch kein „blaues Wunder“, in den entscheidenden Phasen war Haching aber zu überlegen.

Als „Lernspiel“ bezeichnete EnBW TVR-Manager Jörg Papenheim die 71-minütige Halbfinalpartie in der Generali Sportarena im Münchner Teilort Unterhaching. Das junge Team aus der Domstadt bräuchte mehr solcher Spiele auf solch hohem Niveau, „um sich weiterzuentwickeln“. Insgesamt war Papenheim aber zufrieden mit der Leistung seines Teams, „das war ein gutes, wenn auch sehr nervöses Spiel von uns.“

Zwar verloren die Bischofstädter im Ergebnis recht deutlich mit 0:3, konnten aber über weite Strecken überzeugen und boten dem Pokalsieger Paroli. „Uns gelang heute einfach keine große Serie“ resümierte EnBW TVR-Coach Müller-Angstenberger.

Für den EnBW TVR ist diese Halbfinalniederlage „absolut kein Beinbruch“ sagte ein durchschwitzter Rottenburger Trainer im Anschluss an die Begegnung. „Dass unser Team solch ein bedeutendes Spiel bestreiten darf ist bereits sensationell, es war ein würdiger Abschluss des erfolgreichsten Jahres in der Vereinsgeschichte. Das Team hat heute super gespielt und ist auf dem richtigen Weg“.

(PM/TVR)

Im DVV-Pokalfinale am 07.03.2010 stehen sich nun evivo Düren und Generali Haching im Gerry-Weber-Stadtion in Halle gegenüber.



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