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Champions League - Aus für Friedrichshafen

Der VfB Friedrichshafen ist im Achtelfinale der CEV Indesit Champions League ausgeschieden. Nach dem 3:1-Sieg im Hinspiel unterlagen die Häfler dem österreichischen Champion Hypo Tirol Innsbruck im Rückspiel in 64 Spielminuten mit 0:3 (22:25, 18:25, 17:25). Nach drei Viertelfinal-Teilnahmen in Folge beendet der VfB die Champions League 2009/2010 damit auf Platz acht

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Riesige Enttäuschung: Friedrichshafen verlor in Innsbruck und schied damit in der Champions League aus (Foto: Conny Kurth)

Alles hätte so schön sein können. Die Tür zum Viertelfinale der CEV Indesit Champions League stand offen. Die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen hatten sie mit ihrem 3:1-Erfolg im Hinspiel gegen Hypo Tirol Innsbruck (Österreich) selbst aufgestoßen. Ehe sie sich versahen aber fiel die Tür wieder ins Schloss – allerdings ohne dass die Häfler zuvor hindurch gegangen wären. Mit 0:3 (22:25, 18:25, 17:25) verlor Friedrichshafen das Rückspiel und schied damit im Achtelfinale aus.

„Ich fühle mich wirklich schlecht und sehe die Szenen immer wieder wie in einem Film an mir vorbeilaufen. Heute Nacht werde ich kein Auge zumachen“, sagte ein kreidebleicher VfB-Kapitän Joao José, dem mehr als eine halbe Stunde nach dem Schlusspfiff und auch nach der Dusche die riesige Enttäuschung noch ins Gesicht geschrieben stand. „Mir ist nicht klar, was heute passiert ist. Es hat einfach gar nichts geklappt. Und dabei hat Innsbruck doch nichts anderes gemacht als im Hinspiel.“

Der unbedingte Wille zum Sieg aber unterschied an diesem Abend beide Kontrahenten. Von Beginn an nahmen die Tiroler ihr Herz in beide Hände und glaubten daran, das Blatt doch noch drehen zu können. Beim VfB- Ensemble dagegen lief rein gar nichts zusammen. José & Co. bemühten sich zwar redlich. Egal in welchem Spielelement – der deutsche Meister blieb hinter seinen Möglichkeiten zurück und eröffnete Innsbruck somit die Chance zum Sieg.

„Innsbruck hat eine tadellose Leistung gezeigt und unsere Schwächen gnadenlos aufgedeckt. Wir haben bis zum Schluss kein Gegenmittel gefunden und hatten keine Chance“, sagte VfB-Trainer Stelian Moculescu. „Alle, die gedacht haben, dass Innsbruck kein Problem ist, sollten sich an die eigene Nase fassen. Ein bisschen Respekt vor dem Gegner gehört einfach dazu.“ Trotz Niederlage und Enttäuschung zeigte sich der 59-Jährige als fairer Verlierer. „Das war sicherlich derbe. Aber das ist nun mal so“, so Moculescu. „Wir müssen auch mal verlieren. Niederlagen gehören im Sport leider dazu.“

Der Traum vom Erreichen des Final Four in Lodz (Polen) ist damit für die Häfler beendet. Nachdem sie zuletzt drei Mal in Folge das Viertelfinale der Champions League erreichten und den Wettbewerb 2007 sogar gewannen, müssen sie sich in dieser Saison mit Platz acht zufrieden geben. Als kleiner Trost bleibt, dass mit Zenit Kazan (Russland) und Lube Banca Marche Macerata (Italien) zwei weitere Topteams das Aus im Achtelfinale ereilte.

Da der VfB auch im DVV-Pokal ausschied, gilt die volle Konzentration nun der Bundesliga und damit der Verteidigung des Meistertitels. „Die Meisterschaft ist das, was uns bleibt“, sagte José. „Wir müssen uns nun voll darauf konzentrieren, uns zugleich aber bewusst machen, dass es auch hier starke Gegner gibt und wir nicht unschlagbar sind.“

PM/VfB



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