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Nach der Niederlage - Moculescu: „Das Leben geht weiter“

Das Abenteuer Champions League ist für den VfB Friedrichshafen in dieser Saison vorbei. Im Interview spricht VfB-Trainer Stelian Moculescu über die Niederlage in Innsbruck, die Gründe für das Ausscheiden und die Ziele im einzig verbliebenen Wettbewerb, der Bundesliga

Haben Sie in der vergangenen Nacht überhaupt ein Auge zugemacht?
Ich habe schon geschlafen. Warum soll das auch nicht so gewesen sein?

Weil der VfB Friedrichshafen mit 0:3 in Innsbruck verloren hat und damit in der Champions League ausgeschieden ist.
So etwas kann passieren. Es gibt ja keine Garantie, dass man immer weiterkommt. Dass das keine überaus angenehme Situation ist, ist klar.
Aber das gehört zum Geschäft. Das Leben geht weiter.

VfB-Kapitän Joao José sagte, vor seinem inneren Auge würde die Niederlage immer wieder wie ein Film ablaufen. Geht es Ihnen genauso?
Das geht mir auch so. Aber ich habe das kommen sehen. Diese Entwicklung kam nicht aus dem heiteren Himmel. Das war zu erwarten.
Und leider Gottes ist es immer so, dass man schon von Dingen spricht, die man noch gar nicht hat. Man sollte das Fell des Bären nicht schon verteilen, wenn er noch gar nicht erlegt ist. Hier in Friedrichshafen ist das aber passiert.

Die Erwartungshaltung war also zu groß?
Es ist immer schwieriger zu spielen, wenn du Favorit bist. Jeder hat uns zum Favoriten erklärt und vielleicht haben das am Schluss auch alle geglaubt. Das hätte man nicht machen sollen. Denn Innsbruck ist in einer guten Verfassung und hat zu Hause nur ein einziges Spiel, gegen Macerata, verloren. Es war zu erwarten, dass das kein Selbstläufer wird. Aber die Warnungen sind ins Leere gegangen.

Wie blicken Sie mit etwas Abstand auf die Partie in Innsbruck zurück?
Dafür brauche ich keinen Abstand. Wir waren schlicht und einfach schlecht und Innsbruck in allen Belangen besser. Egal, was wir angefasst haben, es hat nicht funktioniert. Dann kannst nicht gewinnen. Das war ein Deja-vu. Denn das Gleiche hatten wir ja heuer schon mal in Düren. Aber das Langzeitgedächtnis scheint bei dem Einen oder Anderen nicht so ganz ausgeprägt zu sein.

Am Ende der Champions League 2009/2010 steht Platz acht. Sind Sie damit trotzdem zufrieden?
Wir dürfen nicht vergessen, wie wir in dieser Saison angefangen haben.
Unser Ziel war, die Vorrunde zu überstehen und wir alle waren uns einig, dass das schwierig wird. Wir haben es geschafft und dabei auch sehr gute Spiele gemacht. Leider konnten wir im Achtelfinale nicht unser bestes Volleyball zeigen und sind ausgeschieden. Es gibt eben nicht nur Sonne im Leben, sondern auch Schatten.

Die volle Konzentration gilt nun der Bundesliga.
Von drei Wettbewerben haben wir jetzt nur noch einen. Jetzt sollten wir uns besinnen und versuchen, die Meisterschaft zu gewinnen. Denn diese ist die Eintrittskarte für die Champions League in der nächsten Saison.

Derzeit führt der VfB das Erstliga-Klassement souverän und ohne Niederlage an. Wie beurteilen Sie die Situation Ihrer Mannschaft mit Hinblick auf die Play-offs?
Wir müssen schauen, dass wir in der Normalrunde Erster bleiben. Da warten noch ein paar schwere Spiele auf uns. Wir müssen nach Franken und nach Unterhaching. Das sind keine Selbstläufer. Wir sollten Schritt für Schritt machen und von Spiel zu Spiel denken.

Der erste Schritt nach der Champions League erfolgt am Samstag (20. Februar, 19.30 Uhr) zu Hause gegen die RWE Volleys Bottrop. Ein gutes Spiel, um den Kopf wieder frei zu bekommen?
Das weiß ich nicht. Aber die Erwartungen sind klar, nämlich ein möglichst glatter Sieg. Und denen müssen wir dieses Mal gerecht werden.

(VfB/C.Kurth)



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