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Zwischen den Welten - Volleyball und Integration

15 Spieler, acht Nationen – beim VfB Friedrichshafen wird multikulturelles Leben ohne Vorurteile und Schranken vorgelebt. Jetzt ist der VfB Teil der Ausstellung „Neue Heimat – zwischen den Welten“, die bis zum 25. April im Zeppelin Museum Friedrichshafen zu sehen ist

Zwischen Friedrichshafen und der Heimat von Marc Honore liegt eine Welt. Zwischen der Stadt am Bodensee und der Heimat von André Lukianetz ebenso. Etwa 7.600 Kilometer sind es bis Trinidad und Tobago, sogar etwa 9.500 Kilometer bis Brasilien. In beiden Fällen eine kaum zu überblickende Entfernung, die von Zeit zu Zeit Heimweh aufkommen lässt. „Natürlich vermisse ich Trinidad“, sagt Honore. „Dort ist es schön warm und nicht so kalt wie gerade in Deutschland.“ Vor allem die zurückliegende Karnevalszeit rief bei Lukianetz Gedanken an Brasilien hervor. „Das“, sagt er, „ist bei uns eine ganz besondere Zeit“.

Ihr Leben haben die beiden Volleyballer vom VfB Friedrichshafen für diese Saison an den Bodensee verlegt. Sie stehen damit beispielhaft für die Ausstellung „Neue Heimat – zwischen den Welten“, die noch bis zum 25. April im Zeppelin Museum in Friedrichshafen zu sehen ist. Die Macher erzählen dabei die Geschichten von Mobilität und Migration, von der Mehrheit und Minderheiten, die Bilder und Vorstellungen entstehen lassen, die leicht zu Vorurteilen führen können.

Auch die Geschichte Friedrichshafens wird unter die Lupe genommen.
Denn irgendwann ist jeder irgendwo eingewandert. Friedrichshafen ist – wie jede Stadt – von den großen Wanderungsbewegungen betroffen. Schwabenkinder, Gastarbeiter, zugewanderte Ingenieure und Fachkräfte, auch die Asylsuchenden sind Teil der Stadtgeschichte und Stadtidentität. Derzeit leben etwa 8.000 Menschen mit Migrationshintergrund in Friedrichshafen.

Auch die Volleyballprofis vom VfB Friedrichshafen, in deren Aufgebot Spieler aus Brasilien, Portugal, Tschechien, Serbien, Ungarn, Rumänien, Trinidad und Tobago sowie Deutschland und damit aus nicht weniger als acht verschiedenen Nationen stehen, zählen dazu. Mit einem Trikot, Fotos und einem Plakat ist der VfB in der Ausstellung vertreten und wird am Ende des Zeitstrahls präsentiert. „Wir wollen damit zum einen den Verein als Institution hervorheben, die Heimatgefühl vermitteln kann, Zusammenhalt schafft“, sagt Maren Waike vom Zeppelin Museum. „Zum anderen können wir anhand der unterschiedlichen Nationalitäten in der Mannschaft zeigen, wie heterogen die Friedrichshafener Bevölkerung ist.“

PM/VfB



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