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DVV-Pokal: Interview Sabrina Roß (Smart Allianz Stuttgart) „Der Hühnerhaufen ist reif für den Pokalsieg”

Bis zum Showdown in diesem Jahr sind es noch gut drei Wochen, dann treffen am 6. März der VfB Suhl und Smart Allianz Stuttgart im GERRY WEBER STADION in HalleWestfalen aufeinander. Vorher sind die Schwaben noch in der Bundesliga gefordert und ihre Spielführerin Sabrina Roß verrät im Interview: „Wenn der USC volles Risiko geht, wird es schwer. Aber ich bin guter Dinge, wir können dagegen halten.”

Frau Roß, erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Pokalsieg 2003 mit dem SSV Ulm?
Klar, das war in Hamburg, allerdings wurde dort noch ein Final Four gespielt. Im Halbfinale hatten wir große Schwierigkeiten gegen Hamburg, aber im Endspiel gab es ein glattes 3:0 gegen Münster. Damit hatte keiner gerechnet, umso schöner war es.

Schöner als die Meisterschaft wenige Wochen später?
Die war natürlich noch wertvoller und emotionaler. Es war spannend bis zum letzten Spieltag und wir durften in eigener Halle mit Fans und Freunden feiern. Aber ich teile meine Erfolge in Etappen auf. Mit der Nationalmannschaft war Platz drei beim Grand Prix 2009 das Schönste, weil ich viele Spielanteile hatte und Bundestrainer Giovanni Guidetti mir die Chance gegeben hat, zu zeigen, was ich kann. In Belgien bin ich mit Tongeren Meister und Pokalsieger geworden, das war auch toll.

Es dauert nicht mehr lange bis zum nächsten möglichen Titel beim Pokalfinale am 6. März in HalleWestfalen. Ist die Vorfreude schon da?
Sie wächst täglich. 2006 war ich als Zuschauerin bei der Premiere im GERRY WEBER STADION. Ich hätte nie gedacht, dass es in Deutschland möglich ist, mehr als 10.000 Zuschauer zu mobilisieren. Volle Hallen und eine Topstimmung habe ich schon in Rio und in Japan erlebt, aber nicht hier im eigenen Land.

Macht Sie das nervös?
Atika Bouagaa hat uns ein Video von 2006 gezeigt, als sie mit Münster dort gespielt hat. Danach wird manche von uns gedacht haben: Hoffentlich haben wir am 6. März nicht die Hosen voll. Einige Suhler Spielerinnen waren ja schon zwei Mal da, aber eben auch nicht alle. Deshalb ist der Nachteil für uns nicht zu riesig. Wir werden rechtzeitig anreisen, um uns an die Halle und die Umgebung zu gewöhnen.

Dürfen die Macher mit vielen Stuttgarter Fans rechnen?
Ich denke, es werden schon einige kommen. Die Fanaktionen laufen und die Preise sind sehr moderat, wie ich finde. Achtung: Wir haben zwei holländische und eine belgische Spielerin im Kader. Aus deren Heimatländern werden jede Menge Fans anreisen, da bin ich mir sicher.

Wie sehen die sportlichen Chancen für das Finale aus?
Alles ist möglich. Wir haben Suhl in den letzten drei Spielen geschlagen. Aber wie heißt es immer so schön: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze…

Am 19. Februar gibt es noch das Bundesliga-Rückspiel in Stuttgart gegen den VfB. Geht es da noch mit versteckten Karten zur Sache?
Das klappt nicht, dafür kennen sich die Teams zu gut. Aber ein Sieg ist auch psychologisch wertvoll. Erst mal steht allerdings das Spiel am Sonntag in Münster an. Wenn der USC volles Risiko geht, wird es schwer. Aber ich bin guter Dinge, wir können dagegen halten.

Ist Ihre Mannschaft reif für den Pokaltitel?
Ja, ganz klar. Wir mussten sehr viele Neuzugänge integrieren. Das hat sehr schnell geklappt. Neulich hatten wir nach dem Spiel in Schwerin drei Tage frei. Da ist das fast komplette Team zum Shoppen nach Mailand geflogen. Sonntagmorgen los, Mittwochmorgen zurück. So etwas habe ich noch mit keiner Mannschaft erlebt.

Obwohl Sie das Team in Ihrem Steckbrief als „total verrückten Hühnerhaufen” bezeichnen?
Das sind wir ja auch. Ständig wird gelacht, und wer uns mal erlebt, wird denken, die haben alle die falsche Pille eingeworfen. Flore Gravestijn redet und lacht den ganzen Tag. Evelyn Delogu macht dauernd den Moonwalk von Michael Jackson nach. Und es gibt für alle möglichen Augenblicke die passende Musik.

Haben Sie auch schon für das Finale einen Song gewählt?
Noch nicht. Am liebsten würden wir natürlich nach dem Spiel hören und singen: „We are the champions…”

PM/DVL



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